Foto: Fabian Lippke

Die Tüdelband hat sich im Spätsommer 2009 gegründet. „Nach nur einer Woche mit gemeinsamen Proben wurden bereits die ersten kleineren Auftritte bestritten“, erinnert sich der Schlagzeuger Malte. Von da an war klar, dass diese Band zukünftig viele Konzerte spielen würde. Die Tüdelband bringt auf erfrischend sympathische Art und Weise den Spaß am Live-Spiel und authentische Popmusik mit der plattdeutschen Sprache zusammen. Die vier charmanten Hamburger füllen mit ihrer außergewöhnlichen Idee vom Pop op Platt die Lücke zwischen altbackener Mundart und schnödem Girlie-Pop. Alles fing damit an, dass Mire einen ihrer hochdeutschen Songtexte ins Plattdeutsche übertragen hat und sie Spaß daran fand, sich wieder mit der Sprache ihrer Großeltern zu beschäftigen, die sie als Kind zwar gehört und verstanden, nicht aber selbst gesprochen hatte. Seitdem wird in der Tüdelband platt getextet und gelernt, manchmal auch gemeinsam im Tourbus.

Mire ist der Nähe von Bad Segeberg aufgewachsen und singt deshalb auf Holsteiner Platt. Manch ein Wort aus anderen plattdeutschen Dialekten hat aber inzwischen den Weg in den Tüdelband-Wortschatz gefunden. Das liegt daran, dass die vier Musiker einfach viel unterwegs sind und sich gern Zeit nehmen, um mit den Leuten vor Ort einen Klönschnack zu halten.
Der Tüdelband gefällt es, dass ihr Publikum so durchmischt ist: Oma und Enkel zusammen auf einem Konzert. Das gibt es schließlich auch nicht so oft.

2009 wurde die erste Demo-CD aufgenommen. Es folgten zahlreiche Konzerte, u.a. bei Nordischen Nächten mit Godewind oder beim Platt-Art Festival im Oldenburger Staatstheater. Die EP Söven Daag wurde 2010 veröffentlicht: Sieben Lieder für die sieben Tage der Woche. 2011 spielte die Tüdelband ihre erste zusammenhängende Tour und in nur einem Jahr über 80 Konzerte, vorwiegend in Norddeutschland. Es folgten Auftritte in Funk und Fernsehen, Konzerte bei der Grünen Woche in Berlin, bei Landesgartenschauen und dem Hamburger Hafengeburtstag. 2012 wurde das Debut-Album Nieland veröffentlicht mit einem Gastspiel von Lars-Luis Linek beim Schietwedder-Blues und Tim stieg als Gitarrist in die Band ein. Es wurden Konzerte in Deutschland und den Niederlanden gespielt.
Immer wieder wechselte die Tüdelband ihre Auftrittsorte: Von der großen Festivalbühne ging es am nächsten Tag in einen kleinen Fischladen, vom Dorfkrug in den Spielzeugladen und vom Kutter direkt zum Club-Konzert.

Im Dezember 2012 spielte sich die Tüdelband mit einer Wohnzimmertour völlig unplugged durch viele gute Stuben von Amsterdam nach Hamburg. 2013 folgten die EP Op de Reeperbahn und der letzte Besetzungswechsel. Malte sorgt seitdem am Bass für die tiefen Töne.
Die Tüdelband engagiert sich mit Auftritten für die Vereine Kultur im Knast und Clubkinder, hält Kontakt zum Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg, unterstützt den Wettbewerb Plattsounds und ist Partner vom Projekt Schule mit Courage, Schule ohne Rassismus.

Im Oktober 2014 wurde das Album Sommerkinner veröffentlicht. Darauf folgen zwei Tourneen durch Deutschland bis zum Jahresende.